Entscheidung für die Zukunft Wallenhorsts – das Arkaden-Center kann kommen! |
10.01.2012 |
Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Kurz vor Weihnachten traf die Ratskooperation aus SPD, Grünen und Wählergemeinschaft eine wichtige Entscheidung für die Zukunft unserer Gemeinde: Das in den letzten Jahren entwickelte und im Rat diskutierte Arkaden-Center kann auf der „Grünen Wiese“ im Wallenhorster Zentrum gebaut werden.
Die Kooperation hat sich aus verschiedenen Gründen gegen die zunächst geplante Bürgerbefragung und für die sofortige Unterstützung des Projektes entschieden. Wir möchten Ihnen hier die Gründe für diese Entscheidung noch einmal darlegen.

v.l.: Arne Hopmann (Projektentwickler), Guido Pott (SPD), Dr. Arnulf Nüßlein (Grüne), Ludger Meyer (WWG)
Warum wurde die Bürgerbefragung abgesagt?
In den letzten Wochen hat es neue Informationen und Erkenntnisse gegeben, die uns vom Projektentwickler vorgestellt wurden. Unter anderem drohte bei einer weiteren zeitlichen Verzögerung der Verlust verschiedener Ankermieter, die selbst bei einer positiv verlaufenden Befragung die Umsetzung des Projektes gefährdet hätten. Eine allein durch die Initiierung einer Bürgerbefragung verursachte Beendigung des Projekts „Grüne Wiese“, aufgrund des notwendigen Zeitablaufs zur Durchführung der Befragung, wird der kommunalpolitischen Verantwortung der Ratsmitglieder von SPD, WWG und Bündnis 90/Die Grünen nicht gerecht.
Der Projektentwickler Herr Hopmann hat das Konzept nach Verhandlungen mit den Kooperationspartnern so weiterentwickelt, dass es nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch umweltpolitischen, energetischen und sozialpolitischen Anforderungen entspricht.
Welche Veränderungen wurden vorgenommen?
In einem Maßnahmenkatalog wurden verschiedene Veränderungen beschlossen, die im Sinne der Nachhaltigkeit umgesetzt werden sollen.
So ist u.a. der Bau eines zentralen Blockheizkraftwerks (BHKW) zur Wärme und Stromerzeugung vorgesehen und wird zu Energieeinsparungen von 30–40 % gegenüber der geplanten dezentralen Wärmeversorgung des Gewerbeobjekts führen. Die durch das BHKW erzeugte elektrische Energie kann direkt im Fachmarktzentrum eingesetzt werden.
Die effektive Stromerzeugung vor Ort führt zu einer signifikanten CO2-Reduzierung gegenüber der Ursprungsplanung. Die Statik der Leimbinderkonstruktion der Gebäude aus jetzt vorgesehenem nachhaltigkeitszertifizierten Holz wird neu so ausgelegt, dass auf den Dachflächen Photovoltaikanlagen errichtet werden können.
Die Gemeinde Wallenhorst erhält über die Eintragung einer Dienstbarkeit im Grundbuch das Recht diese Photovoltaikanlagen selbst bzw. mit einem Partner zu betreiben (Verbesserung der Gemeindefi nanzen durch die Einspeisevergütung des EEG).
Die Errichtung von Photovoltaikanlagen ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Dies ist gleichzeitig ein erster Schritt in die Rekommunalisierung der Wallenhorster Energieversorgung, wie sie das Kooperationspapier vorsieht.
Zusätzliche Wärmeschutzmaßnahmen, Umplanungen bei der Parkplatzgestaltung, bei den Fahrradunterständen bis hin zu für Mütter und Väter gleichermaßen nutzbaren Wickelräumen runden diese zusätzlichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen ab.
Welche Mieter werden in das Arkaden-Center ziehen?
Im Arkaden-Center wird ein Mix aus verschiedenen Branchen vertreten sein.
Ankermieter sind hierbei die Bekleidungskette C&A, der Schuhhandel Deichmann, die Lebensmittelketten LIDL und REWE. Außerdem werden die dm-Drogerie und Ernsting‘s Family Filialen im Arkaden-Center eröffnen. Weitere Geschäfts- und Gastronomiefl ächen sowie Büro- und Praxisräume sollen zeitnah vermietet werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt ca. 20 Mio. Euro.
Wie im normalen Leben muss es auch in der Politik möglich sein Kompromisse zu schließen, die für das Gesamtwohl von Nutzen sind.
Die Kooperation hat in dieser Frage bewiesen, dass sie kompromissfähig ist und die Flexibilität besitzt, bei veränderten Rahmenbedingungen entsprechend zu reagieren. Wir sind uns unserer Verantwortung für die Gemeinde bewusst und werden unser Bestes dafür geben Wallenhorst weiter voran zu bringen.
Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins neue Jahr!
Guido Pott (SPD) Dr. Arnulf Nüßlein (Grüne) Ludger Meyer (WWG)